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Ursachen für Haarausfall

Freitag, Januar 8th, 2010

Haarausfall ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern für die Betroffenen oftmals mit seelischen Belastungen und Störungen des Selbstwertgefühls verbunden. Bei den vielen Formen und Ursachen ist eine exakte Diagnosestellung sehr wichtig. Denn kann die Ursache gefunden werden, kann sozusagen “an der Wurzel” kausal behandelt werden. Die Alopezie, der medizinische Fachausdruck, kommt bei beiden Geschlechtern, bei Frauen aber häufiger vor. Die häufigste Form bei Männern ist der androgyne Haarausfall, die vermehrte Glatzenbildung hängt mit der Konzentration an männlichem Geschlechtshormon, Testosteron, im Blut zusammen. Auch bei Frauen spielen Hormonschwankungen, also Ungleichgewichte im Hormonhaushalt, bei der Entstehung bestimmter Haarausfallformen eine entscheidende Rolle. So ist ein Haarausfall sowohl in der Schwangerschaft als auch in den Wechseljahren keine Seltenheit. Er kann ebenso erblich sein und bei entsprechender genetischer Disposition, Veranlagung auftreten.

Krankhafte Formen, wie etwa der kreisrunde Haarausfall, bedürfen stets der fachärztlichen Behandlung. Er kann aber auch die Folge von Haarstrukturschäden sein, die der Betroffene durch falsch verstandene und übertriebene Haarpflege selbst verursacht hat. Manche Mittel zum Bleichen, Tönen oder Färben sind wahre Chemiecocktails und der Haargesundheit nicht gerade zuträglich. Es gilt heute als gesichert, dass auch Faktoren wie belastender Stress und die Ernährung die Entstehung zumindest begünstigen. Durch vielfältige und lang anhaltende Belastungen im Job oder auch privat, steigt die Konzentration von Stresshormonen und Neurotransmitter im Blut. Die empfindlichen Haarfollikel reagieren darauf besonders in der Wachstumsphase mit einer speziellen Entzündungsreaktion, dessen Folge diffuser Haarausfall sein kann. Die beste Prophylaxe wäre, durch geschicktes Zeitmanagement und Entspannung, negativen Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Das Haarwachstum kann durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung, gegebenenfalls auch durch die Einnahme defizitausgleichender Substanzen, positiv beeinflusst werden. Haarwurzelzellen benötigen für einen reibungslosen Stoffwechsel eine Vielzahl von Nähr-und Vitalstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Eine Extraportion täglicher Grundnahrungsmittel kann bereits ausreichen, um genügend Aminosäuren und Spurenelemente zur Stimulierung des Haarwachstums zuzuführen. Auf dem Speiseplan sollten besonders Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch sowie Öle, Nüsse und Getreide stehen. Aber auch Milchprodukte, Kakao oder grüner Tee enthalten Spurenelemente sowie zellschützende Antioxidantien und Polyphenole zur Vorbeugung von Haarstrukturschäden.